Schule ohne Rassismus

Schule ohne Rassismus - Schule mit Courage (SOR-SMC)

 

ist ein Projekt von und für SchülerInnen, die gegen alle Formen von Diskriminierung, insbesondere Rassismus, aktiv vorgehen und einen Beitrag zu einer gewaltfreien, demokratischen Gesellschaft leisten wollen.

 

WIE WIRD MAN EINE SOR-SMC?

Will eine Schule eine SOR-SMC werden, bedarf es dazu des Willens und der eigenen Initiative der SchülerInnen, im Sinne des Selbstverständnisses aktiv zu werden. Die Bundeskoordination von SOR-SMC verzichtet daher darauf, SchülerInnen offensiv zum Mitmachen zu überreden.

 

In der Regel erfahren sie von dem Netzwerk des Gesamtprojektes über das Internet, aus den Medien oder durch Berichte anderer SchülerInnen.

 

Die SchülerInnen müssen selbst entscheiden, in welcher Weise sie die formale Voraussetzung zur Teilnahme am Projekt SOR-SMC erfüllen, nämlich die Unterschrift von mindestens 70 Prozent aller direkten Angehörigen ihrer Schule (SchülerInnen, LehrerInnen, SozialpädagogenInnen, SekretärInnen, Hausmeister, etc.) zu sammeln.

 

Aktuelles Projekt des Courage-Teams:

Befragung von Zeitzeugen

 

Seit Januar 2014 beteiligt sich das Courage-Team der Realschule plus am Projekt „Zeitzeugen“. Die Idee entstand gemeinsam mit dem Jugendbüro Ramstein. Dieses sprach ältere Menschen in der Gemeinde an, ob sie jüngeren Mitbürgern von ihren Erlebnissen vor, während und nach dem Zweiten Weltkrieg berichten möchten. Auch eine Zeitungsannonce wurde aufgegeben, auf die sich viele Ramsteiner/innen meldeten.

 

Schüler/innen des Courage-Teams besuchen nun abwechselnd mit Mitarbeitern des Jugendbüros oder mit ihrem Teamleiter die älteren Menschen. Die Interviews dauern oft mehrere Stunden und sind für alle Beteiligten eine Bereicherung. Die Jugendlichen, aber auch die erwachsenen Betreuungspersonen sind meistens schwer beeindruckt von der Offenheit, mit der die Senioren von ihren teils extremen Erfahrungen berichten. Die Nachfragen der Jugendlichen zeigen, dass diese sich durchaus noch für dieses Kapitel der deutschen Geschichte interessieren.

 

„Wenn man diese Geschichten hört, kann man sich nicht vorstellen, dass sich heute noch jemand diese Zeit zurückwünscht.“ Jan-Eicke, 10b

 

Jörg Richter, 02.03.2014