Gesellschaftswissenschaften

Fachbereich EGS (Erdkunde, Geschichte, Sozialkunde)

 

Der Fachbereich EGS deckt die klassischen gesellschaftswissenschaftlichen Fächer ab. In der Orientierungsstufe (5 und 6. Klasse) wird EGS zweistündig als ein Fach unterrichtet. Der Vorteil dieses integrativen Ansatzes liegt darin, dass die jeweiligen Themenkomplexe sehr umfassend behandelt werden können. Die Römerzeit etwa wird also nicht nur unter historischen Gesichtspunkten durchgenommen. Die Schüler/innen befassen sich nämlich auch intensiv mit dem Alltag und Lebensumständen der Menschen in dieser Zeit. Auf einer Veranstaltung des Bildungsministeriums in Ingelheim im April 2014 wurden die Fachleiter/innen der weiterführenden Schulen in Rheinland-Pfalz über diesen integrativen Ansatz informiert. Durch unsere Vorreiterrolle als Duale Oberschule haben wir in diesem Bereich einige Jahre Vorsprung in der praktischen Durchführung des integrativen EGS-Unterrichts.

Ab der 7. Klasse werden die Fächer Erdkunde, Geschichte und Sozialkunde einstündig und eigenständig angeboten. Allerdings legt unser Kollegium auch hier viel Wert auf fächerübergreifenden Unterricht. Als Beispiel ist hier der Themenkomplex „USA“ zu Beginn der 8. Klasse zu nennen. Sowohl die geschichtliche Entwicklung, von der Einwanderung bis zur Entstehung der USA, als auch die geografische und gesellschaftspolitische Lage des Landes, sind Inhalte dieser Unterrichtseinheit.

Wichtig für einen umfassenden Lernzuwachs ist das Aufsuchen außerschulischer Lernorte. Deshalb sind an unserer Schule Fahrten ins historische Museum in Speyer oder zur Gedenkstätte in Verdun feste Bestandteile des Unterrichts. Mittelfristig wollen wir auch eine Fahrt nach Berlin in das Schuljahr der 9. oder 10. Klassen aufnehmen.

 


Planspiel des Courage-Teams gemeinsam mit den 10.Klassen

 

Am 01.02.2017 besuchten uns zwei Referenten des Landesjugendamtes, um mit uns ein Planspiel durchzuführen. Unsere Gäste hatten das Planspiel selbst entwickelt und nun die Gelegenheit, ihr Konzept an einer Schule umzusetzen. Die Schüler/innen der Realschule plus Ramstein erwiesen sich dabei als perfekte „Versuchskaninchen“.  Durch ihren engagierten Einsatz während des Spiels, aber auch durch ihre Reflektion am Ende der Veranstaltung konnten die Referenten wichtige Anregungen für die Weiterentwicklung des Konzepts mitnehmen.

Das Setting bestand aus einer simulierten Situation zur Frage der Integration von Geflohenen. Ein fiktiver Vorfall an einer Schule sollte exemplarisch dazu dienen, die Fragen des Umgangs mit Kindern mit Migrations- und Fluchthintergrund an Schulen durchzuspielen. Dafür schlüpften unsere Schüler/innen in verschiedene Rollen. Die Veranstalter hatten ein ganzes Szenario entworfen, das von Requisiten über Stadtplan bis hin zu charakteristischen Rollenbeschreibungen reichte. Wichtig war dabei, dass die Rollen über ein klares Ritual angenommen und wieder abgestreift wurden. In den Spielsituationen zeigten unsere Schüler/innen dann eine hohe Motivation, den Spielfluss am Laufen zu halten. Die Diskussionen wurden engagiert geführt, und der Schulleiter, gespielt von Adrian Häselbarth, hatte alle Hände voll zu tun, die Kontrahenten zu  bändigen. Als das Planspiel an sein Ende kam, konnten die meisten Schüler/innen kaum glauben, dass die Zeit schon vorbei war und sie tatsächlich gerade mehrere Stunden diskutiert  hatten. 
Erschöpft von der hohen Konzentrationsleistung auf der einen Seite, aber auch positiv überrascht von der Dynamik des Planspiels verließen die Schüler/innen erst am Nachmittag die Schule. Trotz des langen Tages waren sich die meisten einig, dass das Planspiel eine interessante Abwechslung zum Schulalltag war.


Landtagsabgeordneter Daniel Schäffner besucht die Realschule plus (November 2016)

 

Der Landtagsabgeordnete Daniel Schäffner besuchte am 9.November 2016 im Rahmen des Schulbesuchtages die Realschule plus in Ramstein

Bundesweit einmalig ist der Besuchstag der Abgeordneten des Landtags an den Schulen des Landes. Diese Aktion fand 2003 zum ersten Mal statt und hat sich mittlerweile zu einer festen Institution entwickelt. Sie soll dazu beitragen, das Verständnis von Schülerinnen und Schülern für die parlamentarische Demokratie zu fördern. Die Realschule plus ist eine von 141 Schulen, die in diesem Jahr an der Aktion teilgenommen haben

Der 9. November wurde für diese Dialog-Aktion ausgewählt, da er an die glücklichen aber auch tragischen Momente der deutschen Geschichte erinnern soll. 

Zum einen können mit der Ausrufung der ersten deutschen Republik 1918 durch Philipp Scheidemann und dem Fall der Berliner Mauer im Jahr 1989 wichtige Meilensteine der demokratischen Entwicklung Deutschlands gefeiert werden. Zum anderen ist der 9. November auf besondere Weise mit der Reichspogromnacht von 1938 verbunden.

In diesem Jahr waren jedoch die o.a. geschichtlichen Themen nicht Hauptpunkte des Dialoges zwischen Herrn Schäffner und den Schülern der 10a und 10b mit ihren Lehrern Herr Asti und Frau Roos. Da an diesem geschichtsträchtigen Tag auch das Ergebnis der Präsidentschaftswahlen in Amerika bekannt gegeben wurde, disktutierte Herr Schäffner mit den Schülern vorwiegend über dieses aktuelle Thema. 

 

Herr Schäffner und Schüler der Klasse 10a und 10b.

 


Besuch der KZ Gedenkstätte Osthofen

 

Am 4.5.2016 besuchten die 10. Klassen im Rahmen des Geschichtsunterrichtes die KZ Gedenkstätte in Osthofen.

"In den Gebäuden einer ehemaligen Papierfabrik entstand kurz nach der Machtübernahme der NSDAP das KZ Osthofen, wo vom Frühjahr 1933 bis Sommer 1934 Gegner des NS-Regimes, allen voran Mitglieder der KPD, der SPD und Gewerkschafter, aber auch Angehörige des Zentrums, Juden, Zeugen Jehovas, Sinti und andere gefangen gehalten wurden." (http://www.gedenkstaette-osthofen-rlp.de)

Während einer geführten Tour erhielten die Schüler viele wertvolle Informationen über das damalige Leben im KZ. 

In einer anschließenden Fragerunde hatten die Schüler die Möglichkeit weitere Informationen über die KZ Gedenkstätte zu erhalten.

Organisiert wurde dieser Ausflug von dem Geschichtslehrer Herr Asti, begleitet von Frau Müller, ebenfalls Geschichtslehrerin an der Realschule plus.